Laborinformationen
Knochen Alkalische Phosphatase, Bone alkaline Phosphatase = BAP, Ostase
Klinischer Einsatz:
Bei Frauen nach der Menopause als Marker für die Osteoblastenaktivität. Die BAP steigt nach der Menopause signifikant stärker an als die Gesamt-AP Chronische Nierenerkrankungen speziell Dialysepatienten, ferner Patienten mit Knochenmetastasen (Prostatakarzinom oder Mammakarzinom, Bronchialkarzinom) und Patienten mit anderen Knochenerkrankungen, wie Verdacht auf Morbus Paget. Ferner zur Therapieüberwachung bei der Gabe von Natrium-Fluorid (stimuliert die Osteoblasten). Von der BAP kann auch die Indikation zur Fluoridbehandlung bei der Osteoporose gestützt werden (erscheint besonders bei niedrigen Werten indiziert).
Vorteil gegenüber Osteocalcin:
- Größere Stabilität nach der Blutentnahme (bis zu 24 Std. bei Raumtemperatur).
- Keine Anreicherung durch Einschränkung der Nierenfunktion (Osteocalcin steigt bei Dialysepatienten zum einen durch Einschränkung der Nierenfunktion, zum anderen durch gesteigerten Knochenanbau an). Die BAP ermöglicht also eine leichtere Erfassung eines gesteigerten Knochenanbaus, was meistens gleichbedeutend ist mit einem gesteigerten Knochenumbau.
Methode: Immunradiometrischer Assay (IRMA). Die BAP ist ein Marker für Knochenanbau (Osteoblastenaktivität).
Normbereich: Männer 6 - 22 µg/l; Frauen: 3 - 14 µg/l
Untersuchungsmaterial: 0,5 - 1 ml Serum





