3. LABORGEMEINSCHAFT

3.1 Für welche Patientengruppen verwende ich den Schein 10P – das Probenbe­gleitdokument der Privatärztlichen Laborgemeinschaft Rhein-Neckar?

Privatpatient

Alle aufgeführten Untersuchungen auf diesem Schein können für Privatpatienten angefordert werden.

Die Praxis bekommt von der LG Rhein-Neckar die Abrechnungsziffern übermittelt und kann dann mit dem Privatpa­tienten zum 1,15 fachen Satz der GOÄ abrechnen. Alle anderen Untersuchungen fordern Sie über den Schein 10 im Facharztlabor an. Diese werden vom Laborarzt mit dem Privatpatienten abgerechnet.

Selbstzahler

Alle Untersuchungen auf diesem Schein können für Selbstzahler angefordert werden (weitere Informationen über Selbstzahlerleistungen, siehe Kapitel „Selbstzahlerleistungen“).

Leistungen, die Inhalt einer Pauschale sind, am Beispiel HzV-Vertrag

Alle Untersuchungen auf diesem Schein sind i.d.R. Inhalt des HzV-Leistungskatalogs und können für eingeschriebene Patienten von der Praxis über diesen Schein angefordert werden. CRP, TSH, ASL und die BKS können nur einzeln als individuelles Profil hinterlegt werden, wenn diese im Leistungskatalog der einzelnen Krankenkassen aufgeführt sind. Bitte streichen Sie zusätzlich das Feld „HzV“ an. Die Abrechnungsziffern werden dann automatisch unterdrückt. Alle anderen Untersuchungen fordern Sie über den Schein 10 im Facharztlabor an. Diese werden vom Laborarzt mit der KV abgerechnet.

3.2 Wie kann ich die eGFR nach der MDRD-Formel automatisch übermittelt bekommen?

Bei Anforderung Kreatinin/S wird in der Laborgemeinschaft Rhein-Neckar bei markiertem Geschlecht und Geburtsda­tum automatisch die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) nach der MDRD-Formel kostenfrei mit übermittelt. (MDRD = Modification of Diet in Renal Disease).

Bitte beachten Sie, dass bei der Interpretation der eGFR-Ergebnisse nach der MDRD-Formel folgende Einschränkun­gen gelten:

▪ Die MDRD-Formel wurde nur für GFR-Werte < 60 ml/min/1,73m² evaluiert

▪ Sie wird nicht empfohlen für Kinder und Jugendliche < 18 Jahre und Senioren > 70 Jahre

Für diese Patienten empfehlen wir deshalb die Bestimmung von Cystatin C oder z.B. der Kreatinin-Clearance (Die Be­rechnung der Kreatinin-Clearance wird in der Laborgemeinschaft grundsätzlich auf 24 Stunden Sammelzeit bezogen). Bei Nierengesunden kann die GFR anhand des mit der MDRD-Formel ermittelten Wertes unterschätzt werden. Parallel zur MDRD-Formel kann auf Wunsch zusätzlich kostenfrei die eGFR nach CKD-EPI berechnet werden.

3.3 Wie kann ich die Transferrinsättigung automatisch übermittelt bekommen?

Bei Anforderung Transferrin und Eisen über die LG Rhein-Neckar bekommen Sie automatisch die Transferrinsättigung kostenfrei mit übermittelt.

3.4 Was muss ich beachten wenn ich den PDF 417 auf den Schein Muster 10A drucke?

In diesem zweidimensionalen Barcode sind verschlüsselt die Patientendaten, Versicherungsdaten, Abnahmedaten, Ausnahme-Kennziffer, die Diagnose UND die Untersuchungen.

Wenn Sie nach dem Drucken des Scheines Untersuchungen nachträglich markieren oder eine Ausnahme-Kennziffer nachtragen, ist die Gefahr groß, dass der Scanner diese Untersuchungen nicht liest, da der 2D-Barcode zuerst aus­gelesen wird.

Aus diesem Grund bitte einen neuen Schein drucken oder ein Nachforderungsformular beilegen oder den PDF 417 unleserlich machen.

3.5 Muss die Ausnahme-Kennziffer auf den Musterschein 10A gedruckt sein?

Ja. Die Ausnahmekennziffer muss bei Patienten mit entsprechender Erkrankung immer angegeben sein, damit die Untersuchungen Ihr Laborbudget nicht belasten.

3.6 Wie verwende ich die Aufkleber des Barcodeetikettensatzes?

Scheinetikett (rosa Balken): Bitte immer auf das Auftragsnummernfeld kleben.

Röhrchenetiketten: Bitte mit der Nummer nach oben senkrecht aufkleben. Serum oder Vollblut mit dem Barcodeetikett 1 bekleben. Weitere Röhrchen in numerischer Reihenfolge der Etiketten bekleben.

Materialetiketten: Zur eindeutigen Materialidentifikation nur bei abgeserten Proben und Plasmen sowie Urin den jeweiligen farbigen Materialaufkleber zusätzlich zum Barcode-Aufkleber auf­bringen. Bei Verdacht auf eine EDTA-induzierte Pseudo-Thrombozytopenie empfeh­len wir zur Zählung der Thrombozyten zusätzlich eine ThromboExact-Monovette (Fa. Sarstedt) mit Barcode einzusenden. Bitte verbinden Sie beide Monovetten mit einem Gummiband.

Achtung:dieThromboExact-Monovette ist nur zur Analyse der Thrombozyten evaluiert, deshalb immer zusätzlich eine EDTA-Monovette einsenden.

Eilt-Etiketten: Kennzeichnung Eilfall für das Röhrchen.

Bitte für jeden Schein (auch für den gleichen Patient) einen neuen Barcodeetikettensatz ziehen