Hinweise zum Leistungsverzeichnis

Die angegebenen Referenzbereiche sind ggf. von der verwendeten Untersuchungsmethode abhängig und können daher nur zur Orientierung dienen. Die Angaben zu klinischen Indikationen, Beurteilungen und Bemerkungen beziehen sich auf wichtige Informationen zur jeweiligen Laboruntersuchung und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bei weitergehenden Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Ansprechpartner.

 

(N), (U), (W) = Die im Leistungsverzeichnis mit W (Weiterleitung) gekennzeichneten Untersuchungen werden von Laboratorien des Laborverbundes für Medizinische Diagnostik, die mit U (Unterauftrag) gekennzeichneten Untersuchungen werden von anderen Laboratorien durchgeführt und gegebenenfalls auch abgerechnet. Mit N werden alle Leistungen gekennzeichnet, die noch nicht akkreditiert sind.

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Holo-Transcobalamin

Holo-TC 

Stand vom 06.09.2012
Bezeichnung Holo-Transcobalamin
Synonyme Holo-TC
Zuordnungen Klinische Chemie, Vitamine
Probenmaterial optimal 0.75 ml minimal: 0.5 ml Serum oder Heparinplasma
Probentransport Postversand möglich
Klinische Indikationen
Frühmarker zur Labordiagnose eines Vitamin B12-Mangels,
insbesondere bei
- Risikopatienten (ältere Menschen, Vegetarier, Alkoholiker)
- Patienten mit gastrointestinalen Erkrankungen
- Patienten mit neuropsychiatrischen Erkrankungen
- Patienten mit makrozytärer Anämie
Methode MEIA
Ansatztage tägl. Di.-Sa.
Referenzbereiche > 60 pmol/L Vitamin B12-Mangel unwahrscheinlich
40 - 60 pmol/L Graubereich;
Zur weiteren Abklärung Bestimmung der Methylmalonsäure (MMA). Bei unauffälliger MMA (Konzentration < 271 nmol/L) ist ein Vitamin B12-Mangel unwahrscheinlich.
< 40 pmol/L negative Vitamin B12-Balance - Mangel an aktivem Vitamin B12 sehr wahrscheinlich.
Beurteilung Der Intrinsic-Faktor-Vitamin B12-Komplex wird in den Erythrozyten abgebaut und das Vitamin B12 auf Transcobalamin (TC) übertragen. Dabei ist TC das entscheidende Vit. B12-Bindungsprotein. Der Komplex aus TC und Vit. B12 wird als Holo-TC bezeichnet.
Liegt ein latenter Vitamin B12-Mangel vor, nutzt der Organismus zunächst die Vitaminspeicher im Plasma und in den Zellen. In diesem Stadium ist Holo-TC der einzige Marker, der pathologisch ausfällt. In Folge kommt es zu einem funktionellen Vit. B12-Mangel, der durch die Erhöhung der Methylmalonsäure und des Homocysteins erfasst werden kann.
Erst bei lang andauerndem Mangel an Vitamin B12 findet man die "klassischen" Symptome wie makrozytäre Anämie, neuropsychiatrische Symptome und eine Glossitis.
Klinische Studien zeigen, dass die Bestimmung des Gesamt Vitamin B12 eine limitierte Spezifität und Sensitivität hat, vor allem im niedrig-normalen Bereich (200 - 400 pg/ml).