Corona

Information zum Nachweis einer Variant of Concern (VOC) bei einer COVID-19 Infektion

Mutationen des SARS-CoV-2 Virus, welches COVID-19 verursacht, wurden weltweit beobachtet. Alle Viren, aber insbesondere RNA-Viren wie das Corona Virus, verändern sich ständig durch Mutationen.

Während die meisten Mutationen keinen Einfluss auf die Eigenschaften des Virus haben, können einige Mutationen aus Sicht des Virus einen Vorteil bringen, wie zum Beispiel eine bessere Übertragbarkeit oder eine geringere Wirksamkeit der Impfung. Solche Mutationen sind besorgniserregend und müssen engmaschig verfolgt werden.

Derzeit werden 3 wichtige Varianten des Virus beobachtet, die auch als Variants of Concern (VOC) bezeichnet werden.

Nach dem Land, in dem diese VOC erstmalig beschrieben wurden, werden eine Britische (auch bezeichnet als Linie B.1.1.7), eine Südafrikanische (auch bezeichnet als Linie B.1.351) und eine Brasilianische VOC (auch bezeichnet als Linie P.1) unterschieden.
Die Infektiosität scheint bei allen drei neuen Virusvarianten erhöht zu sein und bei der südafrikanischen und der brasilianischen Virusvariante wird eine verminderte Immunität gegen die ursprüngliche Virusvariante diskutiert, wodurch das Risiko für eine Reinfektion erhöht wäre.

Derzeit untersucht das Labor Limbach Heidelberg im Rahmen der nationalen Surveillance alle Proben aus denen SARS-CoV-2 in einer gewissen Mindestmenge nachgewiesen wurde, darauf, ob Mutationen vorliegen, die darauf hinweisen, dass es sich um eine der VOC handelt.

Bei der Untersuchung handelt es sich um ein mehrstufiges PCR-Verfahren, dass einzelne Mutationen nachweist, die bei den VOC auftreten. Dies umfasst jedoch nicht alle Mutationen, die die jeweilige Variante genau kennzeichnen. Einen sicheren Nachweis, dass es sich um eine VOC handelt, bietet nur die Sequenzierung der gesamten RNA, die jedoch kein Routineverfahren ist.

Der Nachweis einer Mutation, die alle bekannten Varianten aufweisen (N501Y), deutet auf das Vorliegen einer VOC hin, man kann aber noch nicht sicher feststellen, welche VOC es ist. Außerdem kann diese Mutation auch bei anderen Varianten vorkommen, die aber nicht als VOC bezeichnet werden, da sie keine besonderen Eigenschaften aufweisen. Auf den Befunden weisen wir dies als
„Hinweis auf das Vorliegen einer VOC“ aus.

Wenn ein solcher Hinweis vorliegt, werden weitere PCR-Untersuchungen angeschlossen, die nach weiteren typischen Mutationen suchen (beispielsweise die 69/70-Deletion, die E484K-Mutation und/oder die K417N-Mutation). Dies erlaubt eine Unterscheidung der Varianten und der Befund wird als „labormedizinisch begründeter Verdacht auf eine VOC“ bewertet.

Erfolgt eine Variantenzuordnung anhand einer Sequenzierung, so stellt das Ergebnis den Nachweis einer Variante dar.

 

Was bedeutet der Hinweis auf eine VOC für den betroffenen Patienten:

Zurzeit gibt es keinen Nachweis, dass sich der Krankheitsverlauf bei Infektionen durch VOC verändert. Man würde gegenwärtig keine anderen Behandlungsmethoden einsetzen, wenn es sich um eine VOC handelt.

Als Vorsichtsmaßnahme, um die weitere Verbreitung der Varianten zu verhindern, wird häufig empfohlen die Selbst-Isolierung bzw. die Isolierung im Krankenhaus für mindestens 14 Tage aufrecht zu erhalten. Das Gesundheitsamt, bzw. das Krankenhaus wird über den Befund informiert und ordnet ggf. die entsprechenden Maßnahmen an.

Im Übrigen gelten die bekannten Maßnahmen zur Isolierung.

 

Was bedeutet der Hinweis auf eine VOC für Kontaktpersonen:

Im Rahmen der Nachverfolgung von Kontaktpersonen wird für Personen, bei denen ein relevanter Kontakt zu einem Patienten mit einer Infektion durch eine VOC des SARS-CoV-2 bestand, eine Quarantäne ausgesprochen. Diese Quarantäne wird für 14 Tage angeordnet und kann nicht verkürzt werden. Die Kontaktperson soll sich während der Quarantäne und darüber hinaus weitere 7 Tage beobachten, ob Symptome einer COVID-19-Infektion auftreten.

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