Einwilligungserklärung gemäß Gendiagnostikgesetz

27.06.2017

Zur Erinnerung:

Seit 01.02.2010 sind genetische Untersuchungen zu medizinischen Zwecken durch das Gendiagnostikgesetz (GenDG) geregelt. Diese umfassen diagnostische und prädiktive Analysen.

Eine genetische Untersuchung oder Analyse darf nur vorgenommen werden und eine dafür erforderliche genetische Probe nur gewonnen werden, wenn die betroffene Person in die Untersuchung und die Gewinnung der dafür erforderlichen genetischen Probe ausdrücklich und schriftlich gegenüber der verantwortlichen ärztlichen Person eingewilligt hat…. Das Labor darf die genetische Analyse nur vornehmen, wenn ihm ein Nachweis der Einwilligung vorliegt. GenDG §8(1).

Vor der Einholung der Einwilligung ist der Patient über Wesen, Bedeutung und Tragweite der genetischen Untersuchung aufzuklären. Der Inhalt dieser Aufklärung ist zu dokumentieren.
Betroffen von diesem Gesetz sind neben den klassischen humangenetischen Untersuchungen z.B.


•    alle HLA-Typisierungen
•    Alpha-1-Antitrypsin-Genotypisierung
•    Apolipoprotein-E-Genotyp
•    Faktor-V-Leiden
•    Hämochromatose-Gendiagnostik (HFE-Gen)
•    IL28B-Genotyp
•    Lactoseintoleranz-Gendiagnostik
•    MTHFR-Mutation
•    PAI-1-Polymorphismus
•    Prothrombin-Genmutation

Auf unserer Homepage können Sie unter SERVICE/GENDIAGNOSTIKGESETZ eine Einwilligungserklärung herunterladen, die den Vorgaben des Gendiagnostikgesetzes gerecht wird.